
Schlägel & Eisen: Die Geschichte eines Symbols
Zwei Werkzeuge, eine Bedeutung: Schlägel und Eisen waren das tägliche Handwerkszeug der Bergleute. Der Schlägel zum Schlagen, das Eisen zum Brechen. Nach getaner Arbeit legte man die Werkzeuge überkreuzt ab. Ein stilles Zeichen: Hier wird gearbeitet. Hier ist Leben.

Besucherbergewerk Zinnwald | Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge, Philipp Maether
Der Boom
Als 1168 im Erzgebirge Silber gefunden wurde, kamen Menschen aus ganz Europa in den Miriquidi. Den „finsteren Wald", wie die Region damals noch hieß. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich hier einer der bedeutendsten Bergbaubooms des Mittelalters. Und die Region bekam einen neuen Namen: Erzgebirge.

Horatzscheck Kunsthandwerk in Annaberg-Buchholz | Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge, Anna Schalling
Alles kommt vom Bergwerk her
So lautete der typische Spruch der Bergleute im Erzgebirge. Und er stimmt. Denn der Bergbau formte nicht nur die Landschaft, er hat auch die Menschen geprägt. Ihre Mentalität, ihr Handwerk, ihre ganz eigene Art, Dinge pragmatisch anzugehen.
Als die Erzfunde zurückgingen und die Bergleute ein neues Einkommen suchten, entstanden die für das Erzgebirge typischen Handwerkstraditionen. Ob Holzkunst, Posamenten oder Bürstenbauer: Zahlreiche Gewerke prägen die Region bis heute.

Bergparade in Seiffen | Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge, Anna Schalling
Das Symbol blieb. Nicht als Relikt, sondern als Haltung einer ganzen Region.
Geschäft mit Schnitzereien in Schneeberg & Drechsler bei der Arbeit | Fotos: Erlebnisheimat Erzgebirge, Anna Schalling
Seit 2019 trägt die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří offiziell den UNESCO-Welterbetitel. Das Besondere dabei: Der Titel umfasst mehrere einzelne Stätten, grenzübergreifend auf deutscher und tschechischer Seite. Für das montane Welterbe ist das weltweit einzigartig. Wer mehr erfahren möchte, findet alle Informationen beim Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.






