
Warum das ganze Erzgebirge am 17. & 18. Oktober auf den Beinen ist
Schon zum 27. Mal öffnen weit über einhundert Werkstätten, Museen und Vereine ihre Türen in der gesamten Region für die Tage des traditionellen Handwerks. Manche sagen, das sei hier die wichtigste Veranstaltung nach Weihnachten. Was an diesen zwei Tagen passiert, gibt es sonst nirgends in Deutschland.

Schnitzerei Hans Lichtenberger in Olbernhau | Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge, Anna Schalling
Türen, die sonst zu sind
Unzählige verschiedene Gewerke an einem Wochenende, viele davon fast vergessen: Federn schleißen. Seifen sieden. Dazu Hoffeste, Märkte, Einblicke in Werkstätten, in die man übers Jahr nicht hineinschauen kann. Vielerorts liebevoll vorbereitet, mit regionalen Leckereien und Angeboten zum Mitmachen.

Miniaturendrechslerei Uwe Uhlig in Pockau-Lengefeld | Fotos: Erlebnisheimat Erzgebirge, Anna Schalling
Vom Zuschauen zum Machen
Und das ist der Punkt. Man steht nicht davor und schaut zu. Man darf ran. An die Werkbank und an das Klöppelkissen. Man macht selbst etwas und merkt dabei, wie viel Arbeit drinsteckt. In einem Produkt, das man sonst einfach nur im Regal sieht. Wer einmal gesehen hat, wie lange es dauert, bis aus einem Stück Holz ein Spanbaum wird, der rechnet anders. Nicht in Preisen, sondern in Zeit. In Übung. In den Jahren, die jemand gebraucht hat, bis er das kann. Man redet mit den Handwerkern und sieht, wie’s gemacht wird. Und von wem.

Klöppelschule Barbara Uthmann in Annaberg-Buchholz | Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge, Anna Schalling
Wer im Oktober hier ist, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Was die einzelnen Werkstätten anbieten, steht auf der Webseite des Tourismusverbands unter erzgebirge-tourismus.de/tage-des-handwerks. Am besten vorher schauen und sich eine Ecke aussuchen. Dann schafft man es, an einem Tag mehrere Betriebe zu besuchen.





